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Bei der Mediation wenden sich die Streitparteien an den Mediator, der versucht, die Ursachen des Konfliktes zu ergründen. Oft liegen diese in weiter zurückliegenden emotionellen Problemen, die aber keine der beiden Parteien gerne zugeben will.
Meist zeigt sich nach wenigen Stunden der professionellen Mediation, wo die Ursachen des Konflikts und die Hoffnung auf Konfliktlösung liegen. Im Prozess der Mediation sollen die wechselseitigen Beziehungen der Parteien durch den richtigen Umgang mit ihren Konflikten ins Positive gekehrt werden. Der Mediator strukturiert den Prozess in der Art, dass wechselseitig neue wertschöpfende Lösungen erarbeitet werden können.
Vergleichsverhandlungen, wie sie heute vielfach geführt werden, zielen lediglich auf einen unbefriedigenden Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Standpunkten der Parteien ab, lösen aber nicht den Konflikt in seiner Ursache. Der wesentliche Unterschied zur Mediation als Konfliktlösungsmodell ist, dass hier auch auf die zukünftigen Möglichkeiten gemeinsamer Wertschöpfung Bedacht genommen wird. Es geht also nicht um Aufarbeitung bestehender bzw. alter Konflikte, sondern darum, die Basis für neue Geschäftsmöglichkeiten in der Zukunft zu schaffen.
Die wesentlichen Punkte des Mediationsprozesses sind daher: • effizientes Konfliktregelungsverfahren • Unterstützung eines Mediators als neutraler Dritter • Suchen einer gemeinsamen Lösung • mit dem Bestreben, die geschäftlichen Kontakte aufrecht zu erhalten
Richtig eingesetzt kann das Konfliktlösungsmodell der Mediation als Basis für neue Kreativität und neue Geschäfte dienen.
Anwendungsgebiete der Mediation: • Neuverhandlung von lang andauernden Vertragsbeziehungen • Schadenersatzforderungen • Produzentenhaftung • Umwandlung und Fusionen von Gesellschaften • Bereinigung innerbetrieblicher Konflikte • EDV-Probleme • Versicherungsprobleme • Dispute im internationalen Handel • u.v.a.
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