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Hijacking von Schiffen - Seepiraterie
Seepiraterie ist für die internationale Wirtschaft eine ernste Bedrohung. Daher hat die Internationale Handelskammer (ICC) das ICC Commercial Crime Service und das International Maritime Bureau (IMB) gegründet. Überfälle durch Piraten haben in den letzten Jahren auf den Weltmeeren – zuletzt vor Somalia und Nigeria - deutlich zugenommen. Auch das Vorgehen der Piraten wurde immer brutaler. Oftmals schwer bewaffnete, organisierte Banden überfallen Schiffe auf See und vor Anker, greifen die Besatzung an, rauben Schiffsladungen oder bringen ganze Frachter in ihre Gewalt, um diese weiterzuverkaufen bzw. Lösegeldforderungen zu erpressen.
Das IMB arbeitet einerseits eng Schifffahrtslinien, Reedern, großen Verladern etc. zusammen, andererseits mit den Innenministerien und Marineministerien der betroffenen Länder, sowie auch mit Organisationen wie der Weltzollorganisation oder Interpol.
Bei der Bekämpfung der Seepiraterie ist das IMB weltweit führend. Geleitet wird die Organisation von Kapitän Pottengal Mukundan. 1993 wurde in Kuala Lumpur das zum IMB gehörende Piracy Reporting Center (PRC) gegründet. Es ist die einzige Einrichtung seiner Art weltweit. Es ermöglicht Schiffseignern und Besatzungen rund um die Uhr, Vorfälle jederzeit und von jedem Ort aus zu melden. Das Center stellt Pirateriereporte zusammen, veröffentlicht aktuelle Warnungen, steht Schiffen, die überfallen werden, mit Rat und Hinweisen zur Seite und koordiniert medizinische Hilfe und Unterstützung durch die zuständigen lokalen Behörden. Auch koordiniert das IMB die Suche nach entführten Schiffen.
Auf der Basis der Daten des IMBs intensivieren nationale Polizei- und Marinebehörden oftmals ihre Einsatzkräfte in Hochrisikogebieten. Auch die Schifffahrtsindustrie und Versicherungen nutzen dieses Wissen um gemeinsam Gegenmaßnahmen auszuarbeiten. Oft scheinen nach Ansicht des IMB die Bereitstellung gemeinsamer Einsatzkräfte der einzige Weg zu sein, den Piraten Einhalt zu gebieten.
Details bei: ICC Austria, icc@icc-austria.org, +431-510 053 716 oder www.icc-ccs.org |