ICC Arbitration Rules 2026 – Mehr Effizienz,
mehr Flexibilität
Am 1. Juni 2026 sind die
überarbeiteten ICC Arbitration Rules 2026 in Kraft getreten. Die Änderungen
entwickeln die bewährten Regeln gezielt weiter. Im Mittelpunkt stehen
eine effizientere Verfahrensführung, größere Flexibilität und mehr Klarheit für
Parteien und Schiedsgerichte.
Zu den wichtigsten
Neuerungen zählen:
- Wegfall
der verpflichtenden Terms of Reference: Das bisher obligatorische Dokument
zur Festlegung des Verfahrens ist künftig nur noch optional. An seine
Stelle tritt eine stärker strukturierte frühe Case Management Conference,
wodurch Zeit und Kosten reduziert werden sollen.
- Beschleunigte
Verfahren: Der Schwellenwert für das automatische Expedited
Procedure-Verfahren wurde auf USD 4 Mio. angehoben. Zusätzlich wurden neue
Highly Expedited Arbitration Provisions eingeführt, die auf besonders
schnelle Verfahren ausgerichtet sind.
Frühe
Entscheidung offensichtlich unbegründeter Ansprüche: Schiedsgerichte
können Ansprüche oder Einwendungen, die offensichtlich unbegründet oder
unzulässig sind, bereits in einem frühen Verfahrensstadium entscheiden.
- Weitere
Modernisierungen: Die Regeln stärken den digitalen Verfahrensablauf,
präzisieren Vertraulichkeits- und Offenlegungspflichten und schaffen mehr
Transparenz bei der Verfahrensorganisation.
Mit den ICC Arbitration
Rules 2026 reagiert die ICC auf die Anforderungen
moderner internationaler Streitbeilegung: Verfahren sollen schneller, schlanker
und kosteneffizienter werden, ohne die Verfahrensqualität oder die Rechtssicherheit
zu beeinträchtigen.
ICC Arbitration Rules 2026 + Mediation Rules 2014