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Seepiraterie - Hijacking von Schiffen

See- und Schifffahrtspiraterie ist für die internationale Wirtschaft eine ernste Bedrohung. Durch die Piraterie am Horn von Afrika vor Somalia und dem Arabischen Meer hat Lloyds of London diese wichtige Schifffahrtsstraße zur Kriegszone erklärt. Damit sind auch die Versicherungsraten für diese Meeresstraße passierende Schiffe drastisch gestiegen. Als Resultat sind in den Vereinigten Arabische Emiraten viele Konsumgüter beträchtlich teurer geworden.

 

Überfälle durch Piraten haben in den letzten Jahren auf den Weltmeeren – zuletzt vor Somalia und Nigeria – deutlich zugenommen. Auch das Vorgehen der Piraten wurde immer brutaler. Oftmals schwer bewaffnete, organisierte Banden überfallen Schiffe auf See und vor Anker, greifen die Besatzung an, rauben Schiffsladungen oder bringen ganze Frachter in ihre Gewalt, um diese weiterzuverkaufen bzw. Lösegeldforderungen zu erpressen.

 

Zur Bekämpfung von Betrügereien mit Schiffen, auf Schiffen und der Seepiraterie hat die Internationale Handelskammer (ICC) das ICC Commercial Crime Service und das International Maritime Bureau (IMB) (London und Kuala Lumpur) gegründet.

 

Das IMB koordiniert die Aktivitäten der Privatwirtschaft und der Staaten. Es arbeitet einerseits eng mit Schifffahrtslinien, Reedern, großen Verladern etc. zusammen und andererseits mit den Innenministerien, den Marineministerien und der Küstenwache der betroffenen Länder, sowie mit Organisationen wie der Weltzollorganisation oder Interpol.

 

Bei der Bekämpfung der Seepiraterie ist das IMB weltweit führend. Geleitet wird die Organisation von Kapitän Pottengal Mukundan. 1993 wurde in Kuala Lumpur das zum IMB gehörende Piracy Reporting Center (PRC) gegründet. Es ist die einzige Einrichtung seiner Art weltweit. Es ermöglicht Schiffseignern und Besatzungen rund um die Uhr, Vorfälle jederzeit und von jedem Ort aus zu melden. Das Center stellt Pirateriereporte zusammen, veröffentlicht aktuelle Warnungen, steht Schiffen, die überfallen werden, mit Rat und Hinweisen zur Seite und koordiniert medizinische Hilfe und Unterstützung durch die zuständigen lokalen Behörden und hilft bei der Suche nach entführten Schiffen.

 

Nicht nur die Schifffahrtsindustrie sondern auch Strafverfolgungsbehörden weltweit nutzen das Datenmaterial des IMB Piracy Reporting Centers. Auf der Basis der Daten des IMBs intensivieren nationale Polizei- und Marinebehörden oftmals ihre Einsatzkräfte in Hochrisikogebieten. Auch die Schifffahrtsindustrie und Versicherungen nutzen dieses Wissen, um gemeinsam Gegenmaßnahmen auszuarbeiten. Interventionen der internationalen Gemeinschaft und die Bereitstellung gemeinsamer Einsatzkräfte scheinen nach Ansicht des IMB der einzige Weg zu sein, den Piraten Einhalt zu gebieten.

Weitere Informationen bei ICC Austria oder www.icc-ccs.org.

 

ICC Austria - Internationale Handelskammer
Wiedner Hauptstraße 57, 1040 Wien
Tel: +43-1-504 83 00

E-Mail: icc@icc-austria.org

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