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Regeln

Die im Jahre 1997 in Kraft getretenen DOCDEX-Regeln stellen den an einem Dokumenten-Akkreditiv Beteiligten ein Verfahren zur Verfügung, mit dem sie in einem Konflikt über unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Auslegung der Einheitlichen Richtlinien und Gebräuche für Dokumentenakkreditive (ERA) oder der Akkreditivbedingungen die Rechtslage von Experten prüfen zu lassen. Darüber hinaus werden die DOCDEX-Regeln auch auf Fälle zu den Einheitlichen Richtlinien für Inkassi (ERI) und den Einheitlichen Richtlinien für auf Auffordern zahlbare Garantien (URDG) auszudehnen.

 

Bei DOCDEX handelt es sich um ein benutzerfreundliches System, welches den Parteien in zwei einfachen Schritten erlaubt, einen Konflikt im Zusammenhang mit Bankakkreditiven beizulegen:

 

Zunächst wird beim ICC International Centre for Expertise ein Antrag auf Erlass einer DOCDEX Entscheidung eingereicht, welchem die Standardgebühr von 5000 US Dollar sowie alle relevanten Dokumente beigelegt sind.

 

Die Gegenpartei kann dann zum Antrag Stellung nehmen, indem sie eine Replik mit all den sie stützenden Dokumenten einreicht. Falls die Gegenpartei sich weigert Stellung zu nehmen, wird dennoch eine DOCDEX-Entscheidung ergehen.

 

Ein Gremium bestehend aus jeweils drei Experten trifft die DOCDEX Entscheidung. Das ICC International Centre for Expertise beruft dabei nur solche Personen zu Experten, welche den höchsten Anforderungen an Qualifikation und Unparteilichkeit genügen. Dazu gehören Banker, Anwälte und Consultants, welche über einen langjährigen Erfahrungsschatz auf dem Gebiet Dokumentenakkreditive oder Bankgarantien verfügen.

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