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(Export-) Factoring

Sprachliche, rechtliche und kulturelle Barrieren machen Geschäftsbeziehungen im Ausland schwierig. Andere Zahlungsmodalitäten sowie die noch nicht etablierte Vertrauensbasis mit noch unbekannten Geschäftspartnern schaffen Ungewissheit, ob und gegebenenfalls wann ein Auftraggeber seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Hinzu kommt noch, dass ausländische Kunden oftmals sehr lange Zahlungsziele in Anspruch nehmen. Der Exporteur ist in einer solchen Situation nicht nur der Lieferant, sondern wird auch der Kreditgeber seines Vertragspartners und das ganz unfreiwillig. Dies kann zu Engpässen in der Liquidität eines Unternehmens führen, welche viele Probleme verursachen kann: Lieferanten berechnen Mahngebühren und Verzugszinsen und die Beziehung zur Ihrer Bank wird durch überzogene Kontokorrentrahmen und höhere Fremdfinanzierungen strapaziert.

An dieser Stelle übernehmen Factoring-Institute die Finanzierungsfunktion für das Exportgeschäft, je nachdem, wie der jeweilige Vertrag ausgestaltet ist. Wie beim Inlandsgeschäft auch, entweder allein oder gemeinsam mit dem Forderungsmanagement und der Haftung im Falle des Schuldnerausfalls. Es gibt jedoch einen kleinen Unterschied und zwar sind beim Export-Factoring zwei Factoring-Häuser eingeschaltet. Dies ist zum einen ein Export-Factor und zum anderen ein Import-Factor (im Land des Käufers).
Das Export-Factoring wird in der Regel nur von den Factors angeboten, die in den betreffenden Auslandsstaaten Korrespondenten oder Tochtergesellschaften haben.

 

Der Vorteil für österreichische Exporteure

  • Das Inkasso der Forderungen durch einen Factor im Land des Käufers ist wesentlich effizienter als eine Betreibung von Österreich aus, schon allein aufgrund der sprachlichen und rechtlichen Unterschiede.
  • Die Absicherung erfolgt zu 100% des Fakturenbetrages, es gibt keinen Selbstbehalt für den Exporteur.
  • Die GarantieZahlung wird zwischen 90 und 180 Tage nach Fälligkeit der Rechnung geleistet, unabhängig davon, ob der ausländische Käufer nicht zahlen will oder kann.

Wie funktioniert Factoring?

1. Das exportierende Unternehmen erbringt seine Leistung und fakturiert direkt an den Kunden
2. das Finanzierungsinstitut für Factoring erhält elektronisch eine Rechnungskopie
3. das Finanzierungsinstitut für Factoring stellt dem exportierenden Unternehmen den vereinbarten Betrag (z.B. 80% der Bruttorechnungssumme) kurzfristig zur Verfügung.
4. Der ausländische Käufer des exportierenden Unternehmens bezahlt die Rechnung direkt an das Finanzierungsinstitut für Factoring
5. Sobald die vollständige Zahlung des ausländischen Käufers bei dem Finanzierungsinstitut für Factoring uns eingetroffen ist, erhält das exportierende Unternehmen den restlichen Rechnungsbetrag

Für welche Unternehmen eignet sich Factoring?

Beim Großteil der Nutzer handelt es sich um kleine und mittlere Dienstleistungs-, Handels- und Produktionsunternehmen mit Abnehmern im Firmenkundenbereich (B2B) mit vielen kleineren laufenden Lieferungen bzw. Leistungen .

 

Factoring ist die optimale Finanzierungsform für …

  • Handels-, Produktions- und Dienstleistungsbetriebe mit Forderungen an gewerbliche Abnehmer (B2B)
  • Unternehmen mit langen Zahlungszielen bzw. mit hohen Außenständen
  • Unternehmen mit rasch steigenden oder saisonal schwankenden Umsätzen
  • Unternehmen die hohe Forderungs- und Lagerstände haben und daher wenig bankmäßige Sicherheiten bieten können
  • Unternehmen die in neue Märkte oder an neue Kunden expandieren möchten
  • Jungunternehmer und Neugründungen

Für nähere Informationen rufen Sie uns bitte an, wir helfen gerne weiter.


ICC Austria - Internationale Handelskammer
Wiedner Hauptstraße 57, 1040 Wien
Tel: +43-1-504 83 00

E-Mail: icc@icc-austria.org

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